Schweitzer: Vorbildliche Zusammenarbeit für den Opferschutz

(BJP) „In Rheinland-Pfalz besteht eine vorbildliche  Zusammenarbeit  zwischen  dem  WEISSEN RING e.V. und dem Land, die den Opfern von physischer und psychischer Gewalt zugutekommt“, hob Sozialminister Alexander Schweitzer heute bei der Eröffnung des neuen Landesbüros des WEISSEN RINGS Landesverband Rheinland-Pfalz hervor.

Der für den Sozialbereich bundesweit einmalige Abschluss der Kooperationsvereinbarung vom 29. Juli 2011 zwischen dem Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, dem Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung und dem WEISSEN RING habe die Zusammenarbeit weiter optimiert.

„Ein Beispiel ist das Pilotprojekt „OEG-Traumaambulanzen“, das aus der Kooperationsvereinbarung hervorging, um im Rahmen präventiver Maßnahmen psychische Traumatisierungen von Gewaltopfern zu verhindern, zu lindern und zu heilen“, so Minister Schweitzer. Das Pilotprojekt, das derzeit durch die Universitätsklinik in Mainz evaluiert wird, startete zunächst an zwei Kliniken in Mainz und Bad Neuenahr-Ahrweiler und wurde im Jahr 2013 um zwei weitere Kliniken in Kaiserslautern und Trier erweitert. „Mit diesem Projekt liegt Rheinland-Pfalz nach Nordrhein-Westfalen bundesweit an zweiter Stelle“, fuhr der Minister fort.

Ziel sei, durch ein rasches, fachkompetentes therapeutisches Eingreifen zu vermeiden, dass die psychischen Folgen von Gewalttaten sich dauerhaft als Gesundheitsstörungen verfestigen. Vor diesem Hintergrund sei die Verlängerung des Pilotprojektes der OEG-Traumaambulanzen in Rheinland-Pfalz vorerst bis Ende des Jahres 2015 vorgesehen. „Um die Situation von Opfern von physischer und psychischer Gewalt weiter zu verbessern, brauchen wir die Reform des Opferentschädigungsgesetzes“, fuhr der Minister fort.

„Der Bund wird in Abstimmung mit den Ländern – Rheinland-Pfalz ist hier sehr aktiv – in Ausführung des Koalitionsvertrages die Reform des Sozialen Entschädigungsrechts und hier insbesondere des Opferentschädigungsrechts vorantreiben“, so Schweitzer. Eine Änderung des Opferentschädigungsrechts sei bereits im Jahr 2015 vorgesehen. Den veränderten gesellschaftlichen Entwicklungen und Erkenntnissen im Bereich psychischer Gewalt, wie Stalking und Menschenhandel, solle in diesem Zusammenhang Rechnung getragen werden.
Die Eröffnung des neuen Landesbüros des WEISSEN RINGS in der Großen Bleiche 31-33 der Mainzer Innenstadt, soll mehr Nähe zur Bevölkerung schaffen und Kriminalitätsopfern den Zugang zu Hilfe erleichtern.

Annelie Zimmer
Pressereferat
MINISTERIUM FÜR SOZIALES, ARBEIT, GESUNDHEIT
UND DEMOGRAFIE RHEINLAND-PFALZ
Bauhofstraße 9
55116 Mainz
Telefon 06131 16-2401
Telefax 06131 1617-2401
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.msagd.rlp.de