Öffnung der Ehe / Alt kritisiert Gesetzentwurf der Bundesregierung als unzureichend

(BJP) Familienministerin Irene Alt hat im Bundesrat den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Gleichstellung eingetragener Lebenspartnerschaften als unzureichend kritisiert. „Der vorliegende Gesetzesentwurf ist halbherzig, weil er nach wie vor die Diskriminierung eingetragener Lebenspartnerschaften in einzelnen Bereichen hinnimmt, wie etwa im Adoptionsrecht. Es ist schade, dass sich der Bund noch immer nicht zur Öffnung der Ehe für schwule und lesbische Paare durchringen konnte“, kritisierte Alt.
 
Alt wies darauf hin, dass sich Kinder in Regenbogenfamilien genauso gut entwickeln wie bei heterosexuellen Eltern. Dies belege eine Studie der Universität Bamberg.  „Kein Mensch merkt es Kindern an, ob sie bei einer Mutter und einem Vater, zwei Vätern oder zwei Müttern aufwachsen. Ihre Persönlichkeitsentwicklung, die schulische und berufliche Entwicklung sowie die Entwicklung der emotionalen und sozialen Kompetenz sind gleich – das zeigt die Studie ganz klar“, erklärte Alt. Insbesondere die Tatsache, dass die Jugendämter Regenbogenfamilien schon seit Jahren Kinder zur Pflege anvertrauten, zeige die Widersprüchlichkeit der Politik der Bundesregierung. Mit Blick auf die immer wieder seitens der Union vorgebrachte Kritik, die Ehe müsse Frau und Mann vorbehalten bleiben, sagte Alt: „Mit der Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben wird niemandem etwas weggenommen und die Ehe wird hierdurch auch nicht entwertet. Warum nicht gleiche Rechte für gleiche Liebe? Man könnte fast sagen: Es ist doch genügend Ehe für alle da.“

Birgit Jahns
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