Recht auf sexuelle Selbstbestimmung - Paragraphen 218 und 219 ersatzlos streichen

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Recht auf sexuelle Selbstbestimmung - Paragraphen 218 und 219 ersatzlos streichen Karola Stange - die-linke-thl.de - DIE LINKE im Thüringer Landtag
(BJP) „Jede Frau soll selber entscheiden können, ob sie ein Kind möchte oder nicht und dazu professionell beraten werden“, fordert Karola Stange, gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag. In den Paragraphen 218 und 219 des Strafgesetzbuches wird der Schwangerschaftsabbruch als Straftatbestand aufgeführt. Nur unter der Bedingung einer Zwangsberatung in den ersten drei Monaten ist ein Schwangerschaftsabbruch straffrei. Am 27. Juli jährt sich die so genannte Fristenreglung zum 25. Mal. Wir fordern das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung und Selbstbestimmung über den eigenen Körper. „In diesem Sinne sind wir für die ersatzlose Streichung der Paragraphen 218 und 219 aus dem Strafgesetzbuch. Wir wollen stattdessen eine gesetzliche Regelung, die das Recht auf und den Zugang zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen wohnortnah und barrierefrei garantiert. Wir wollen eine dichte Beratungsstellenlandschaft, damit Frauen im Falle gewollter und ungewollter Schwangerschaften professionelle Unterstützung erfahren.“

Da die Verhütung Teil der Selbstbestimmung aller Menschen ist, fordert DIE LINKE, sämtliche Verhütungsmethoden in den Leistungskatalog der Krankenkassen aufzunehmen. „Diese Kosten sollten vollständig durch die Krankenkassen getragen werden“, so Stange.

Quelle: Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag

1 Kommentar

  • Dieter Egert

    Als Vorsitzender der Interessenvertretung ungeborener Menschen und ehemaliger Pfleger für ungeborene Kinder fordere ich ebenfalls die ersatzlose Streichung der §§218 und 218a StGB. Mit dem Entfall dieser Ausnahmeerlaubnis für die vorsätzliche Tötung ungeborener Menschen würde für sie der allgemeine strafrechtliche Schutz aus §211..213 StGB greifen, der allgemein die vorsätzliche Tötung eines Menschen unter Strafe stellt. Das ist ein überfälliger Schritt zur Gleichberechtigung vor der Geburt. Zweifel über deren Menschsein können durch gerichtsverwertbare DNA-Analysen schnell geklärt werden. Demnach ist das ungeborene Kind a) menschlicher Abstammung und b) ein definitiv anderer Mensch als die Mutter. Das Kind hat demnach einen eigenen Anspruch auf Schutz seiner Rechte und seines Lebens.
    Menschenwürde ist die unverzichtbare Basis aller Menschenrechte, und sie ist eine unveränderbare Eigenschaft jedes Mitglieds der menschlichen Familie. Sie kann nicht gemessen werden, und weder wachsen noch schrumpfen. Demnach hat auch der kleinste Mensch einen gleichberechtigten Anspruch auf Schutz und Fürsorge.

    Dieter Egert Freitag, 28. Juli 2017 21:05 Kommentar-Link

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