Justizstaatssekretär Thomas Wünsch bei CeBIT

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Justizstaatssekretär Thomas Wünsch bei CeBIT Thomas Wünsch - sachsen-anhalt.de - Atelier Schröder
(BJP) Sachsen-Anhalts Ministerium für Justiz und Gleichstellung ist erstmals mit einem Projekt auf der Industriemesse CeBIT vertreten. Unter dem Leitsatz „Ein Klick – alles im Blick“ wird auf einem Gemeinschaftsstand mehrerer Länder über die Einführung der Elektronischen Akte in der Justiz informiert. „Wir bereiten die Justiz für das 21. Jahrhundert vor“, sagte Sachsen-Anhalt Justiz-Staatssekretär Thomas Wünsch bei seinem heutigen Besuch in Hannover. Sachsen-Anhalt stellt in Hannover ein System zum elektronischen Saalmanagement vor, das mittlerweile von mehreren Bundesländern eingesetzt wird.

Ab Januar 2022 sind Rechtsanwälte, Notare und Behörden bundesweit gesetzlich verpflichtet, bei Gericht elektronische Dokumente einzureichen. Spätestens zwei Jahre vorher müssen die technischen Voraussetzungen geschaffen sein. Dazu ist die Umstellung auf neue Technik erforderlich, Verfahrensabläufe müssen verändert werden.

Wünsch: „Die Justiz steht unter Reformdruck.“ Gemeinsam mit Bremen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland würden vor diesem Hintergrund IT-Verfahren zur Umsetzung des elektronischen Rechtsverkehrs und der elektronischen Akte entwickelt, sagte der Staatssekretär. „In diesem Entwicklungsverbund wird zum Teil auf bereits laufende Projekte einzelner Länder aufgesetzt, darunter auf unser „e2S“, das elektronische Saalmanagementsystem.“

Die Anwendung wurde in Zusammenarbeit mit der Hochschule Harz in Werni­gerode nach aktuell wissenschaftlichen Standards entwickelt. Die umfangreichen Funktionen gehen von der Anzeige der Terminrolle über weitreichende Auskunftsmöglichkeiten bis zu einem erweiterten Saalmanagement auch für große Justizzentren. Geplant ist, weitere Funktionalitäten zu entwickeln. Dazu zählt insbesondere die sichere Bereitstellung der Informationen auch auf mobilen Endgeräten.

Quelle: mj.sachsen-anhalt.de

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