Staatssekretär Kolling begrüßt neues Tabakerzeugnisgesetz

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Staatssekretär Kolling begrüßt neues Tabakerzeugnisgesetz Stephan Kolling - saarland.de
(BJP) Der saarländische Gesundheitsstaatssekretär Stephan Kolling begrüßt das vom Bundestag verabschiedete neue Tabakerzeugnisgesetz, das zum 20. Mai 2016 in Kraft tritt.
 
Darin enthalten sind unter anderem neue Warnhinweise für Rauchtabakerzeugnisse sowie Vorgaben an die Produktsicherheit von E-Zigaretten und Nachfüllbehältern. Zudem werden die Werbebeschränkungen für Tabakerzeugnisse auf E-Zigaretten übertragen.
„Der Schutz, insbesondere von Kindern und Jugendlichen, vor den Gefahren des Rauchens, steht bei allen gesundheitspolitischen Bemühungen im Vordergrund“, erklärt Staatssekretär Kolling. „Über die Beurteilung der Schädlichkeit von Nikotin, dessen Giftigkeit und extrem hohes Suchtpotenzial gibt es keinen Dissens. Wir werden auch im Saarland noch stärker die Prävention in den Fokus rücken, damit es gar nicht erst zu einer Nikotinabhängigkeit kommt.“
 
Die Zahlen des statistischen Landesamtes zeigen, dass die Zahl der Raucherinnen und Raucher im Saarland rückläufig ist. „Es ist extrem positiv zu bewerten, dass das Einstiegsalter der Raucherinnen und Raucher gestiegen ist“, erklärt Kolling. Die Zahl der Raucherinnen und Raucher im Saarland sank von 26,2 % in 2005 auf 23,6% in 2013. Das Einstiegsalter der Raucherinnen und Raucher im Saarland stieg von 17,1 Jahren in 2005 auf 18,1 Jahren im Jahr 2013.
 
Dies ist insbesondere auf die Änderungen im Jugendschutzgesetz zurückzuführen. Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist der Konsum von Zigaretten und anderen Tabakprodukten untersagt. An Sie dürfen auch keine Zigaretten oder andere Tabakprodukte abgegeben werden.
 
Staatssekretär Kolling: „Ich bin daher froh, dass inzwischen auch im Jugendschutzgesetz E-Shishas und E-Zigaretten den Tabakprodukten gleichgestellt werden, auch von nichtnikotinhaltigen Produkten gehen große gesundheitliche Gefahren aus.“
 
Rauchen ist der Hauptrisikofaktor für Lungenkrebs und auch in Deutschland gehört Lungenkrebs zu den häufigsten Krebsarten. Allerdings ist durch den Rückgang der Raucherprävalenz über die letzten 30 Jahre die Erkrankungsrate an Lungenkrebs bei den Männern zurückgegangen. Die standardisierten Erkrankungsraten sind innerhalb von zehn Jahre bei den Männern um 13,5 % gesunken, das bedeutet, dass während die Erkrankungsrate 2002 noch bei 84,3 pro 100.000 Männern lag, sie 2012 auf 72,9 pro 100.000 gesunken ist. „Leider spiegelt die Erkrankungskurve bei den Frauen in den letzten Jahrzehnten auch den Anstieg der Raucherprävalenz bei den Frauen deutlich wider“, so Kolling. Hier gab es 2002 insgesamt 208 Neuerkrankungen an Lungenkrebs, diese sind auf 330 in 2012 angestiegen. „Das zeigt die Bedeutung des Gesetzes“, so Kolling.
 
Bei seinen Präventionsbemühungen legt das Ministerium einen Schwerpunkt auf werdende und junge Mütter. „Rauchen in der Schwangerschaft schadet Mutter und Kind. Mit unserer Kampagne „Prävention von Suchtmittelkonsum in Schwangerschaft und Stillzeit“ wollen wir werdende und junge Mütter zum Verzicht auf Nikotin und Alkohol zu bewegen“, so Gesundheitsstaatssekretär Stephan Kolling.
 
Die Materialien wie Flyer, Postkarten, Plakate sowie Einleger für den Mutterpass mit Daten und Fakten zum Thema Alkohol und Tabak liegen in den saarländischen Frauenarzt-Praxen sowie bei Hebammen im Land aus. Weitere Informationen zu Alkohol und Nikotin in der Schwangerschaft gibt es im Internet unter http://www.saarland.de/schwanger.htm

Quelle: soziales.saarland.de

1 Kommentar

  • Carl Andersson

    Das Einstiegsalter wird nach einer Selbstauskunft bemessen. Richtig ist daher zu präzisieren, dass Jugendliche seit Anhebung der Altersgrenze auf 18 J. weniger geneigt sind, anzugeben bzw. zuzugeben, dass sie rauchen. Nach dem Motto "Ich bin nicht Raucher. Ich rauche nur." leugnen Jugendliche gerne, dass sie vielleicht schon abhängig sind.

    Außerdem ist Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren der Konsum von Zigaretten und anderen Tabakprodukten nicht untersagt, sondern allein in der Öffentlichkeit verboten. An Sie dürfen auch durchaus Zigaretten oder andere Tabakprodukte abgegeben werden, solang nicht in der Öffentlichkeit zur Schau gestellt. Dies betrifft insbesondere die Abgabe und auch der nichtkommerzielle Verkauf unter Bekanntschaften. Echter Jugendschutz sieht anders aus. Dafür hätte man im Tabakerzeugnisgesetz die Werbung für den Tabakkonsum zumindest unter Kindern und Jugendlichen unterbinden müssen, d.h. in der Außenwerbung, am Verkaufsort, wo Minderjährige Zugang haben, usw. Immer noch wechselt jeder vierte Jugendliche im Saarland tabakabhängig in die Volljährigkeit. Es ist doch eine Schande.

    Carl Andersson Samstag, 05. März 2016 01:24 Kommentar-Link

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