Björn Lüttmann und Inka Gossmann-Reetz zum NSU-Untersuchungsausschuss / Vorsitzende stellen Brandenburger Behörden gutes Zeugnis aus

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Björn Lüttmann und Inka Gossmann-Reetz zum NSU-Untersuchungsausschuss / Vorsitzende stellen Brandenburger Behörden gutes Zeugnis aus Inka Gossmann Reetz - spd-brandenburg.de - Oliver Lang
(BJP) Der Untersuchungsausschuss 6/1 hat heute die Ausschussvorsitzenden der NSU-Untersuchungsausschüsse aus dem Deutschen Bundestag und den Landtagen in Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Thüringen zu einer Anhörung geladen. Dazu erklären für die SPD-Landtagsfraktion der Obmann im Ausschuss, Björn Lüttmann, und die Sprecherin für die Bekämpfung des Rechtsextremismus, Inka Gossmann-Reetz:

„Die heutige Sitzung war ein guter Erfahrungsaustausch mit anderen NSU-Untersuchungsausschüssen. Sie hat uns wichtige Einblicke in die Rolle Brandenburgs bei der Aufklärung des NSU-Komplexes gegeben. Klar ist, dass Brandenburg den anderen NSU-Untersuchungsausschüssen sämtliche Akten geliefert und den geladenen Zeugen umfangreiche Aussagegenehmigungen erteilt hat. Damit hat sich das Land Brandenburg ebenso wie die anderen Bundesländer aktiv in die Aufklärungsarbeit eingebracht.

Weiterhin konnten wir für unsere zukünftige Aufklärungsarbeit wichtige, offene Fragen mitnehmen. Vor allem die Fragen um den V-Mann „Piatto“ gilt es jetzt zügig aufzuklären. Deshalb plädiert die SPD-Fraktion Brandenburg dafür, dass sich der UA 6/1 im Jahr 2017 vorrangig diesem V-Mann widmet. Neben dem Bericht des Sachverständigen Bohm erwarten wir im Januar 2017 den ersten Teilbericht der Landesregierung zum V-Mann „Piatto“.

Rückblickend auf die bisherige Aufklärungsarbeit war es eine richtige Entscheidung, verschiedene Sachverständige zu hören, um so einen vollumfänglichen Überblick zum Untersuchungsauftrag zu bekommen. Positiv ist auch zu vermerken, dass Brandenburger Behörden die angeforderten Akten fristgerecht an den Untersuchungsausschuss lieferten. Im Hinblick auf Schwärzungen in den vorgelegten Ausschussakten gehen wir davon aus, dass wir einen praktikablen Weg finden, diese auf das Notwendigste zu beschränken.
 
Wie schon in anderen NSU-Untersuchungsausschüssen zeigt sich das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) auch bei der Aufklärungsarbeit des Brandenburgischen Untersuchungsausschusses nicht gerade kooperativ. Besonders verwundert der Umstand, dass sich das BfV bisher nicht zu seinen V-Männern im Land Brandenburg äußern möchte. Wir denken, dass die Brandenburgerinnen und Brandenburger ein Recht darauf haben zu erfahren, wie viele V-Männer das BfV zwischen 1990 und 2011 in unserem Bundesland führte.“

Quelle: spd-fraktion.brandenburg.de

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