Bayerns Justizminister Bausback zum 75. Jahrestag des zweiten Prozesses gegen "Die Weiße Rose": "Mitglieder der Weißen Rose sind ewige Vorbilder für Zivilcourage, Mut und Menschlichkeit

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Bayerns Justizminister Bausback zum 75. Jahrestag des zweiten Prozesses gegen "Die Weiße Rose": "Mitglieder der Weißen Rose sind ewige Vorbilder für Zivilcourage, Mut und Menschlichkeit Winfried Bausback - Bayerisches Staatsministerium der Justiz - Jan Scheutzow
(BJP) Vor genau 75 Jahren fand im Münchner Justizpalast der zweite Prozess gegen "Die Weiße Rose" statt. Aus diesem Anlass nimmt Bayerns Justizminister Prof. Dr. Winfried Bausback heute an der Gedenkveranstaltung "Justiz in der NS-Diktatur - Prozesse zur Weißen Rose" der Weiße Rose Stiftung e.V. im alten Schwurgerichtssaal des Münchner Justizpalastes teil. Bausback in seinem Grußwort: "Es ist ein ganz besonderer Tag und ein ganz besonderer Ort, an dem wir heute zusammenkommen. Wir gedenken der Mitglieder der Weißen Rose als ewige Vorbilder für Zivilcourage, Mut und Menschlichkeit. Und wir erinnern zugleich an die unsägliche Rolle der Justiz im NS-Unrechtsstaat. Die Gerichtsverfahren gegen "Die Weiße Rose" haben den Zweck der Justiz, Recht zu sprechen, schlicht ins Gegenteil verkehrt. Die Ereignisse von damals lassen uns nicht vergessen: Die Demokratie und ein funktionierender Rechtsstaat sind nicht selbstverständlich! Wir müssen vielmehr täglich daran und dafür arbeiten. Denn eine unabhängige und rechtsstaatliche Justiz ist ein Garant bürgerlicher Freiheit!"

Für den Justizminister ist daher klar: "Die schrecklichen Ereignisse des Frühjahrs 1943 werden immer Teil der Geschichte unseres Landes und dieses Hauses sein. Aber nie wieder dürfen sie Teil sein des hier herrschenden Geistes."

Hintergrund:
Zur Erinnerung an die Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer und ihr Schicksal wurde der weitgehend im Originalzustand erhaltene Sitzungssaal, in dem am 19. April 1943 der zweite Prozess gegen 14 Mitglieder der Weißen Rose stattfand, umgewidmet: Im Weiße Rose Saal befindet sich heute die Dauerausstellung "Willkür 'Im Namen des Deutschen Volkes'", die in Zusammenarbeit mit der Weiße Rose Stiftung e.V. konzipiert wurde. Neben den Lichtbildern der insgesamt 17 Angeklagten aus beiden Prozessen und den Kopien einiger Originaldokumente vermittelt insbesondere die Authentizität des Ortes einen bleibenden Eindruck von der Justizwillkür des Dritten Reiches. Interessierte Besucher sind zu dieser Ausstellung herzlich eingeladen! Der Eintritt ist kostenlos.

Quelle: stmj.bayern.de

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