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Verlängerung der Genehmigung für Glyphosat ein ausgemachter Skandal

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Verlängerung der Genehmigung für Glyphosat ein ausgemachter Skandal

(BJP) Verlängerung der Genehmigung für Glyphosat ein ausgemachter Skandal. Das Vorsorgeprinzip wird auf den Kopf gestellt – Totalversagen der zuständigen Bundesministerien.





Die Verlängerung der Zulassung des Totalherbizids „Glyphosat“ für ein weiteres Jahr stellt nach Auffassung der Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) Nordrhein-Westfalen einen ausgemachten Skandal dar. Die ÖDP NRW fordert das Verbot des Totalherbizids „Glyphosat“. Der kleine Parteitag der ÖDP NRW hatte im November in Leverkusen eine Resolution gegen dieses für Insekten und den Menschen schädliche Unkrautvernichtungsmittels beschlossen.





Jetzt hat die Behörde für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) bekannt gegeben, dass die Genehmigungen der glyphosathaltigen Herbizide um ein Jahr verlängert werden. Die Verlängerung wird damit begründet, dass die Bewertungen der Pestizidmischungen nicht rechtzeitig abgeschlossen werden konnten. Die zuständigen Ämter hätten noch nicht alle Berichte geliefert.





Für die ÖDP NRW ist es unerträglich, dass ein Totalherbizid, dessen Schädlichkeit für Mensch und Natur in vielen wissenschaftlichen Studien nachgewiesen wurde, aus dem alleinigen Grund fehlender Berichte weiter zugelassen wird. Es ist nach Meinung der ÖDP NRW weit mehr als ein Behördenversagen, dass jetzt fehlende verwaltungsinterne Berichte als Begründung für die weitere Genehmigung herhalten müssen. Den zuständigen Bundesministerien testiert die ÖDP NRW hier ein Total-versagen.





Das Totalherbizid Glyphosat mit dem offiziellen Namen „Roundup“ wird weltweit eingesetzt, um höhere Erträge in der Landwirtschaft zu erzielen. Glyphosat ist wahrscheinlich krebserregende und für die Zerstörung der Artenvielfalt mitverantwortlich.





Glyphosat kann in Deutschland jetzt ein weiteres Jahr ohne die von Agrar- und Umweltministerium angekündigten Einschränkungen eingesetzt werden.





Für die ÖDP NRW ist dieser Skandal ein weiterer Beweis für die unverantwortliche Naturschutz- und Gesundheitspolitik der Bundesregierung.





Leverkusener Resolution der ÖDP NRW





Kein Glyphosat mehr in unserer Nahrungskette, Verzicht auf Thiacloprid. Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) Nordrhein-Westfalen fordert ein Verbot des Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat der Firma Monsanto, einer 100%-igen Tochter der Bayer AG, mit Sitz in Leverkusen, sowie ein Verbot für Zierpflanzenpro-dukte mit dem Wirkstoff Thiacloprid, ebenfalls von Bayer im Verkauf.





Das Totalherbizid Glyphosat mit dem offiziellen Namen „Roundup“ wird weltweit eingesetzt, um höhere Erträge in der Landwirtschaft zu erzielen. Dabei gibt es konzernunabhängige Studien, die zeigen, wie gefährlich dieses Pflanzengift ist. Zunächst schadet es Menschen in Lateinamerika, wo das Besprühen der Felder aus dem Flugzeug heraus zu Missbildungen und Krebs geführt hat. Zum anderen wurde es bei uns im Essen nachgewiesen, so eine Stichprobe von „Markt“, siehe NDR.de Bericht von Melanie Stinn. Schließlich ist Roundup mit verantwortlich für das Sterben der Artenvielfalt auf unseren Äckern und Wiesen.





Das Nervengift aus der Gruppe der Neonikotinoide „Thiacloprid“ schadet den Bienen, so Neurobiologe Prof. Dr. Dr. Randolf Menzel von der Freien Universität Berlin. Er erklärt, dass der Orientierungssinn der Bienen geschädigt wird und sie nicht zurück in Ihren Stock finden. Es hat auch Auswirkungen für die Bienen, ihre Futterquellen untereinander zu kommunizieren. Kleingärtner, die dieses Mittel für ihre Zierpflanzen nutzen, werden über den großen Schaden der Nebenwirkungen nicht informiert.





Neben dem Verbot dieser Produkte fordern wir die Firma Bayer auf, Ihren Gewinn nicht mit Produkten zu erzielen, die Mensch, Tier und Umwelt zerstören. Stattdessen gäbe es genug Möglichkeiten des nachhaltigen Wirtschaftens, mit dem die Bayer AG Land & Leute nutzen könnte.





Reine Profitgier und das Vergrößern von Marktanteilen, um den Lobbyismus noch mehr zu pflegen, lehnen wir ab. Auch die Europäische Union ist gefragt. Die Überarbeitung der Pestizidverordnung ist dringend erforderlich. Während ein Neonikotinoid mühsam verboten wird, werden zwei andere zugelassen.





Hier muss dringend eine konsequente Vorgehensweise zum Schutz der Umwelt umgesetzt werden.





Beschlossen auf dem kleinen Parteitag der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) Nordrhein-Westfalen am 24. November 2018 in Leverkusen.





Über die ÖDP





Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) wurde 1982 als Bundespartei gegründet. Die ÖDP hat derzeit bundesweit ca. 6600 Mitglieder und über 470 Mandatsträger auf der Gemeinde-, Stadt- und Kreisebene, ist in Be-zirkstagen vertreten, stellt Bürgermeister und stellv. Landräte und ist seit 2014 auch im Europäischen Parlament vertreten. Damit zählt die ÖDP zu den zwölf größten Parteien Deutschlands.





Wer wir sind …
In der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) arbeiten Menschen, die gemeinwohlorientiert denken und handeln. Der oberste Grundsatz unseres politischen Handelns ist, dass wir nicht nur an uns selbst denken, sondern auch solidarisch an alle Menschen auf unserer Erde und an die zukünftigen Generationen. Wir entwickeln zukunftsfähige Lösungen für Mensch, Tier und Umwelt mit dem Ziel einer lebenswerten, gerechten und friedvol-len Gesellschaft. Der Grundsatz „Mensch vor Profit“ steht im Mittelpunkt unserer Politik. Wir lösen die Umwelt- und die Armutsfrage gemeinsam, indem wir ökonomische, ökologische und soziale Zusammenhänge ehr-lich und weitsichtig betrachten.





Pressekontakt:
Ökologisch Demokratische Partei (ÖDP), Landesverband NRW
Landespressestelle
Weseler Str. 19 - 21 48151 Münster
Telefon 0251 / 760 267 45
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Quelle: Pressemitteilung Ökologisch Demokratische Partei vom 21.12.2018
Bildquelle: pixabay.com


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