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Industrie- und Gewerbeflächen: Vorbereitungen für neuen Masterplan

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Industrie- und Gewerbeflächen: Vorbereitungen für neuen Masterplan
(BJP) Industrie- und Gewerbeflächen: Vorbereitungen für neuen Masterplan.

Der Haushaltsgesetzgeber hat Anfang Dezember die Voraussetzung dafür geschaffen, dass im Saarland bald weitere größere zusammenhängende Industrie- und Gewerbegebiete geschaffen werden können. Die konkreten Vorbereitungen für einen „Masterplan 2“ seien unter der Federführung der Strukturholding jetzt angelaufen, sagte Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger am Dienstag, 18. Dezember, vor der Landespressekonferenz. Im Sommer hatte sich der saarländische Landtag mit dem Thema befasst und die Notwendigkeit neuer Flächenentwicklungen unterstrichen: „Ansiedlungen dürfen nicht an fehlenden Flächen scheitern.“ Die Wirtschaftsministerin rechnet damit, dass der Masterplan 2 bis Ende kommenden Jahres fertiggestellt ist.

Es solle keine Zeit verloren gehen. Rehlinger: „Es geht zunächst darum, strategisch günstig gelegene Standorte festzulegen und dabei auch ökologischen Kriterien gerecht zu werden. Unser Ziel ist es, im Jahr 2020 mit den Erschließungsinvestitionen zu starten. 10 Mio. Euro stehen dafür im Haushalt des Wirtschaftsministeriums.“ Dies sei aber nur ein Anfang, denn auch in den beiden Folgejahren soll jeweils der gleiche Betrag eingesetzt werden. Weitere 35 Mio. Euro stehen im Sondervermögen Zukunftsinitiative bereit.

„Das Projekt ist mit einem Gesamtvolumen von 65 Mio. Euro ein wesentlicher Baustein des Jahrzehnts der Investitionen“, so die Ministerin. Größere zusammenhängende Flächen würden gebraucht, um mit konkurrenzfähigen Angeboten Ansiedlungen ins Land zu holen oder saarländischen Unternehmen die Möglichkeit zur Expansion zu eröffnen.Als Kriterien für potentielle Standorte werden insbesondere die räumliche Lage, die Gesamtgröße (> 10 Hektar), die Mindestgröße zusammenhängender Teilfläche (> 3 Hektar), die Verkehrsanbindung und nicht zuletzt die schnelle Verfügbarkeit (Planungsreife, Eigentümerstruktur) entscheidend sein.

Der Vorgänger-Masterplan von 2007 mit einem Investment von 100 Mio. Euro hat sich aus der Sicht der Wirtschaftsministerin „voll bewährt“. Die Strukturholding hat ganze Arbeit geleistet: 80 Prozent der Flächen sind bereits vermarktet (140 von 177 Hektar). 40 Unternehmen bieten an den Standorten Homburg/Kirkel, Losheim, Tholey und Saarlouis mehr als 3.000 Arbeitsplätze, die meisten von ihnen wurden neu geschaffen, die wenigsten stammen aus Verlagerungen. Mit der Fertigstellung des 2. Bauabschnitts auf dem Lisdorfer Berg im Frühjahr 2017 wurde der Materplan rund drei Jahre früher umgesetzt als geplant.

Die Grundstücksverkäufe bis 18.12.2018:



  • Am Schaumberg, Tholey/Theley: 13,2 Hektar = 88 Prozent. 2 Unternehmen, aktuelles Interesse an der verbleibenden Restfläche von 1,8 Hektar.

  • Lisdorfer Berg, Saarlouis: 75,2 Hektar = 79 Prozent.. 15 Unternehmen, bevorstehende Verkäufe von 6 Hektar an Unternehmen aus den Bereichen E-Commerce, Kommunikations-Infrastruktur, Lebensmittelproduktion und Stahlbau/Industrieanlagen.

  • Am Zunderbaum in Kirkel/Homburg: 30,2 Hektar = 74 Prozent. 19 Unternehmen, aktuelle Nachfrage für weitere 1,4 Hektar.

  • Holz, Niederlosheim: 8,9 Hektar = 34 Prozent. 6 Unternehmen, Interessenten für 2,1 Hektar.


Die jüngsten Investitionsprojekte von Nobilia auf dem Lisdorfer Berg und Fricke in Tholey stehen für eine Erfolgsgeschichte. Rehlinger: „Wir ruhen uns auf diesem Erfolg nicht aus, sondern wollen sie weiterschreiben, indem wir die Entwicklung großer Flächen vorantreiben. Kurz- und mittelfristig verfügbare Areale, die für industrielle und gewerbliche Projekte geeignet sind, bilden die Grundlage für Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum, aber auch für Zukunftsinvestitionen der Betriebe.“

Allein die Investitionsprojekte geförderter Unternehmen auf dem Lisdorfer Berg belaufen sich auf rund 150 Mio. Euro. Sie haben zur Schaffung von mehr als 3.000 Arbeitsplätzen beigetragen. Inklusive Nobilia werden voraussichtlich weitere 350 bis 400 Mio. Euro investiert und bis zu 1.400 Arbeitsplätze entstehen.

Über die Großflächenstrategie hinaus will die Wirtschaftsministerin auch kommunale Gewerbegebiete mit hohen Summen fördern: „Wir setzen in den kommenden beiden Jahren Haushaltsmittel in Höhe von 18 Mio. Euro speziell zur Verbesserung der wirtschaftsnahen Infrastruktur ein. In erster Linie wird davon unser Mittelstand profitieren.“ Aktuell laufende oder 2019 beginnende Projekte würden mit insgesamt 30 Mio.. Euro unterstützt. Die Wirtschaftsförderung des Landes sei dabei eng verzahnt mit den immobilienwirtschaftlichen Angeboten der Strukturholding Saar. So könnten maßgeschneiderte Komplettlösungen in Form von Produktions- und Verwaltungsgebäuden in den unterschiedlichsten technischen Ausstattungen angeboten werden. Es gebe eine stabile Auslastung mit langfristigen Mietverträgen.

Flächenportal


Der verbesserte Webauftritt www.portal.germanys.saarland verknüpft als saarlandweites Portal Flächen- und Immobilienangebote aus der Region. Derzeit enthält die Plattform 326 Gewerbeflächen und 133 Immobilienangebote. Sie umfasst sowohl Bestände der Strukturholding als auch externe Angebote. Rehlinger: „In Zusammenarbeit mit den regionalen Wirtschaftsförderern ist es gelungen, eine beachtliche Zahl von Objekten abzubilden und darauf ein gezieltes Marketing aufzubauen. Dabei spielen neben den klassischen Kanälen auch die Sozialen Medien und Online-Plattformen Dritter eine zunehmende Rolle.“

Das Portal wendet sich an Investoren, an Büro- und Labormieter sowie Gewerbetreibende, die einen akuten Immobilien- und Flächenbedarf haben. Aus diesem Grund ist das Portal ebenso für Vermittlerinstitutionen wie Makler, Banken oder Versicherungen attraktiv. „Ziel ist es, die Plattform als effizientes, regionales Gewerbetool auszubauen und zu stärken. Damit wird ein positiver Beitrag zur wirtschaftlichen Gesamtentwicklung im Saarland geleistet“, so die Ministerin.

Pressekontakt:
Wolfgang Kerkhoff
Pressesprecher und stellvertretender Regierungssprecher
Telefon: (0681) 501-1690
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Quelle: Pressemitteilung Wirtschaft Saarland vom 19.12.2018
Bildquelle: pixabay.com
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