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Bundesweite Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien

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Bundesweite Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien
(BJP) Bundesweite Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien. Drogenbeauftragte Mortler: „Diese Kinder brauchen endlich mehr Gehör und unser aller Unterstützung!“.

Alkohol, Medikamente, Opioide – wenn Eltern suchtkrank werden, leidet die Familie mit. Ganz besonders gilt dies für die Kinder. Viele von ihnen erhalten nicht den Halt, den sie für ein gesundes Aufwachsen brauchen. Auch deshalb sind sie besonders gefährdet, im Erwachsenenalter selbst psychisch zu erkranken oder selbst suchtkrank zu werden. In Deutschland haben fast drei Millionen Kinder mindestens einen abhängigen Elternteil. In den meisten Fällen geht es um Alkohol (2,65 Millionen).

Die betroffenen Kinder benötigen besondere Aufmerksamkeit und vielfach auch passgenaue Unterstützung. Die COA-Aktionswoche - in diesem Jahr vom 10. bis zum 16. Februar 2019 – sensibilisiert für die besondere Situation der Kinder aus suchtbelasteten Familien.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler: „Diese Aktionswoche hilft dabei, den Anliegen der Kinder suchtkranker Eltern Gehör zu verschaffen! Das ist dringend nötig, denn noch immer ist die Sucht der Eltern eines der bestgehüteten Familiengeheimnisse. Immerhin geht es in der Politik bei diesem Thema voran. Wir haben im Koalitionsvertrag vereinbart, dass wir die Situation der Kinder suchtkranker und psychisch kranker Eltern verbessern wollen. Klar ist aber, dass es bei Worten nicht bleiben darf.“

Seit letztem Sommer erarbeitet eine von der Bundesregierung auf Beschluss des Bundestages eingesetzte Arbeitsgruppe aus Experten und Fachbeamten Empfehlungen zur Verbesserung der Situation der Kinder psychisch kranker und suchtkranker Eltern. Diese sollen dem Deutschen Bundestag im Sommer dieses Jahres vorgelegt werden.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Mortler weiter: „Es gibt viel zu tun: Die Schwelle zur Hilfe ist für viele nach wie vor viel zu hoch. Wir müssen deshalb ganz dringend die bestehenden Hindernisse und bürokratischen Hürden abbauen. Wir brauchen eine bessere und schnellere Zusammenarbeit der Akteure vor Ort. Es darf nicht so weitergehen, dass die eine Hand nicht weiß, was die andere tut! Im Klartext: Jugendämter und Suchthilfe müssen enger zusammenarbeiten! Ansonsten geht das fast immer zu Lasten der Kinder.“

Die Drogenbeauftragte engagiert sich seit Jahren intensiv für dieses Thema. Mit einem Jahresarbeitsschwerpunkte ist es ihr 2017 gelungen, die „Kinder aus suchtbelasteten Familien“ in Bund, Ländern und Kommunen auf die Agenda zu setzen. Seither sind über den Publikationsversand der Bundesregierung auch umfangreiche Informationsmaterialien bestellbar. Im Drogen – und Suchtbericht 2017 erschien ein Sonderkapitel zu diesem Thema, welches auf der Webseite der Drogenbeauftragten nachzulesen ist.

Pressekontakt:
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Quelle: Pressemitteilung Pressestelle BMG vom 11.02.2019
Bildquelle: pixabay.com
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