Katholische Kirche kann Vertrauen nur durch Aufarbeitung zurückgewinnen

Katholische Kirche kann Vertrauen nur durch Aufarbeitung zurückgewinnen

Katholische Kirche kann Vertrauen nur durch Aufarbeitung zurückgewinnen. Zur Herbstvollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken erklärt der religionspolitische Sprecher der FDP-Fraktion Dr. Stefan Ruppert:

„Das Ausmaß der Fälle sexuellen Missbrauchs ist derart entsetzlich, dass die katholische Kirche kein Vertuschen und Wegsehen in ihren Reihen mehr dulden darf. Dass sich sowohl das Zentralkomitee der deutschen Katholiken als auch die Bischofskonferenz heute intensiv mit der Problematik beschäftigt haben, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Denn die katholische Kirche muss nun glaubhaft machen, dass sie in Fällen sexuellen Missbrauchs eine Null-Toleranz-Politik verfolgt. Verlorengegangenes Vertrauen kann nur zurückgewonnen werden, indem die katholische Kirche aufzeigt, wie sie derartige Taten künftig verhindern und Täter zur Verantwortung ziehen will. Eine intensive Aufarbeitung ist auch deswegen dringend geboten, da die Missbrauchsstudie aufgezeigt hatte, dass es sich um ein anhaltendes Problem und strukturelles Versagen handelt. Daraus müssen nun auch unverzüglich die notwendigen Konsequenzen gezogen werden. Was für die katholische Kirche gilt, trifft selbstverständlich auf alle gesellschaftliche Institutionen und Bereiche zu: Wir brauchen eine stärkere Sensibilisierung gegenüber sexueller Gewalt an Minderjährigen.“

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Quelle: Pressemitteilung der Fraktion der Freien Demokraten vom 23.11.2018
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