In Sachsen-Anhalt Staatsexamen bald am Computer schreiben

In Sachsen-Anhalt Staatsexamen bald am Computer schreiben

In Sachsen-Anhalt Staatsexamen bald am Computer schreiben

(BJP) In Sachsen-Anhalt sollen die angehenden Nachwuchsjuristinnen und -juristen ihr Staatsexamen bald am Computer schreiben können. Damit ist Sachsen-Anhalt das erste Bundesland, das sich von der handschriftlichen Prüfung im Staatsexamen verabschiedet. Das Landesjustizprüfungsamt (LJPA) hat nach zwei Testläufen an der Martin-Luther-Universität nun die Weichen dafür gestellt, dass die Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare im kommenden April ihr Zweites Juristisches Staatsexamen am Laptop absolvieren können. Ein letzter Testlauf als „Generalprobe“ ist für Februar geplant. Ralf Burgdorf, Präsident des LJPA, sagte am Donnerstag in Magdeburg, die bisherigen Probeläufe hätten ihn aber schon überzeugt, hier ein gut funktionierendes System zu haben. Und die Justizministerin Anne-Marie Keding hat daraufhin „grünes Licht“ für die E-Klausur gegeben.

Wahlrecht ob Staatsexamen am Computer oder per Hand

Natürlich stehe es den Referendarinnen und Referendaren frei, auch weiterhin per Hand zu schreiben. Doch seien die Testläufe sehr positiv aufgenommen worden, so Burgdorf weiter. Die meisten schrieben ohnehin viel am PC, so dass Umstellungsschwierigkeiten nicht zu erwarten seien. Vor allem für die Korrektur der Arbeiten brächte die Umstellung eine enorme Erleichterung. Wer sich nun allerdings Hilfe etwa durch ein Rechtschreibprogramm erhofft, wird enttäuscht: Das eingesetzte Programm verzichtet auf solche „Helfer“.

Entwickelt wurde das Programm von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Zentrums für Multimediales Lehren und Lernen (LLZ) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, das in Halle auch die Laptops, den Prüfungsraum sowie die Begleitung durch das notwendige IT-technische Personal während der Klausuren zur Verfügung stellt. Diese Kooperation zwischen dem Justizministerium und der Universität sei bundesweit bislang wohl einzigartig und habe die schnelle Umsetzung der Überlegung für ein digitales Examen in Sachsen-Anhalt überhaupt erst möglich gemacht, so Burgdorf.

Pressekontakt:
Anja Schrott
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Ministerium für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt
Domplatz 2 – 4
39104 Magdeburg
Tel.: +49 391 567 6234
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E-Mail: anja.schrott@mj.sachsen-anhalt.de

Quelle: Pressemitteilung Ministerium für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt vom 19.11.2018
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