Sicherheitspersonal: Vorschlag der Arbeitgeber “rückwärtsgewandt”

Sicherheitspersonal: Vorschlag der Arbeitgeber “rückwärtsgewandt”

(BJP) Sicherheitspersonal: Vorschlag der Arbeitgeber “rückwärtsgewandt”. Ohne konkretes Angebot ist in Berlin die zweite Tarifverhandlungsrunde für die rund 23.000 Beschäftigten im Bereich der Sicherheit an deutschen Flughäfen auf den 5. Dezember vertagt worden. ver.di-Verhandlungsführer Peter Bremme nannte die vom Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) vorgelegte Struktur für einen Tarifvertrag “rückwärtsgewandt”. Der von ver.di und den Arbeitgebern angestrebte bundeseinheitliche Tarifvertrag dürfe “den Osten nicht abhängen, Tarifgruppen gegeneinander ausspielen und auf unqualifizierte Beschäftigte setzen”.

“Der von ver.di vorgeschlagene Weg, die Tätigkeiten in allen Kontrollbereichen der Flughäfen in eine Lohngruppe zusammenzufassen, bietet sowohl den Flughäfen als auch den Luftsicherheitsunternehmen mehr Lohngerechtigkeit und gleichzeitig Flexibilität im Personalbereich”, sagte Bremme. Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung des Stundenlohns in diesem Bereich auf 20 Euro. Die Tätigkeit in den Sicherheitsbereichen soll künftig in einem ordentlichen Ausbildungsberuf erlernt werden.

Um bei den kommenden Ausschreibungen an den Flughäfen einheitliche Voraussetzungen zu schaffen, soll der Tarifvertrag für allgemeinverbindlich erklärt werden und somit für die gesamte Branche gelten, fordert die Gewerkschaft.

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Günter Isemeyer
ver.di-Bundesvorstand
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Quelle: Pressemitteilung ver.di vom 08.11.2018
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