20 Jahre Europäische Justizielle Netz in Strafsachen

20 Jahre Europäische Justizielle Netz in Strafsachen

(BJP) 20 Jahre Europäische Justizielle Netz in Strafsachen. Das Europäische Justizielle Netz in Strafsachen (EJN) hat Jubiläum. Es nahm am 25. September 2018 seine Arbeit auf. Damit war es ein Pionier bei der justiziellen Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union. Damals wie heute soll das EJN die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, insbesondere bei der Bekämpfung von Schwerkriminalität, effektiver machen. Neben dem EJN-Sekretariat in Den Haag/Niederlande verfügt das EJN über 400 Kontaktstellen überall in der EU und auch in Drittstaaten.

In Deutschland sind 18 Kontaktstellen des EJN angesiedelt. Neben der Kontaktstelle beim Bundesamt für Justiz und beim Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof findet sich in jedem Bundesland eine Kontaktstelle bei einer Generalstaatsanwaltschaft oder einer Staatsanwaltschaft. Das Fallaufkommen mit deutscher Beteiligung ist hoch: Jährlich unterstützt das EJN in weit über 1.000 Fällen.

Im Mittelpunkt der Netzwerkarbeit steht die unbürokratische und schnelle Förderung von grenzüberschreitenden bilateralen Einzelfällen. Zudem finden regelmäßig Treffen des EJN statt, um aktuelle Entwicklungen in der Strafverfolgung zu besprechen und persönliche Kontakte zu knüpfen. Die gemeinsame Arbeitssprache ist Englisch. EJN-Kontaktstellen unterstützen ausländische Stellen auch im Vorfeld von Ersuchen durch Informationen zur Rechtslage. Wenn eine Kontaktstelle nicht selbst weiterhelfen kann, vermittelt sie zur zuständigen nationalen Stelle. Zusätzlich bietet die häufig genutzte Webseite des EJN (https://www.ejn-crimjust.europa.eu/ejn/EJN_Home.aspx) ein breites Spektrum an Hilfestellungen für die Strafrechtspraxis.

Das EJN ist eine Erfolgsgeschichte. Da die Bedeutung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Schwerkriminalität (z. B. Terrorismus) weiter zunimmt, wird das EJN auch in Zukunft eine wichtige Rolle dabei spielen, dass die EU ihren Bürgerinnen und Bürgern einen Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts bietet.

Ihr Ansprechpartner im Bundesamt für Justiz ist:
Thomas W. Ottersbach
– Pressesprecher –
Bundesamt für Justiz
Adenauerallee 99 – 103
53113 Bonn
Tel.: +49 228 99 410-4444
Fax: +49 228 99 410-4614
E-Mail: pressestelle@bfj.bund.de
Internet: www.bundesjustizamt.de

Quelle: Pressemitteilung des Bundesamts für Justiz Nr. 027/2018 vom 24. September 2018.
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