Gebhardt zu mutmaßlichem Anschlag auf das Auto des Dresdner Politikwissenschaftlers Prof. Werner Patzelt

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Gebhardt zu mutmaßlichem Anschlag auf das Auto des Dresdner Politikwissenschaftlers Prof. Werner Patzelt Rico Gebhardt - linksfraktionsachsen.de
(BJP) Zum mutmaßlichen Anschlag auf das Privatfahrzeug des Dresdner Politikwissenschaftlers Prof. Werner Patzelt erklärt Rico Gebhardt, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag: Sollte es sich hier um das Ergebnis eines politisch motivierten Anschlags handeln, verurteilen wir ihn als Linke aufs Schärfste. Wenn selbst ein Wissenschaftler wegen seiner Arbeit ins Visier gewalttätiger Aggressivität gerät, ist das eine nicht hinnehmbare weitere Eskalationsstufe in der aus dem Ruder gelaufenen gesellschaftlichen Konfliktkultur. Ja, ich habe grundsätzlichen Dissens mit Prof. Patzelt, und ich habe auch volles Verständnis für alle nicht zuletzt auch im wissenschaftlichen Bereich, die kein Verständnis für seine Rolle als „Pegida-Versteher“ haben. Gerade deshalb bin ich aber besonders erbost über diesen mutmaßlichen Anschlag. Es könnte nämlich der fälschliche Eindruck entstehen, es gebe gegenüber den Verlautbarungen dieses streitbaren und umstrittenen Politik-Professors keine wirkmächtigen guten Argumente. Das aber stimmt nicht, wie auch sein Gegenpart Michael Bittner in der Kategorie „Besorgte Bürger im Duett“ der „Sächsischen Zeitung“ regelmäßig unter Beweis stellt.

Einschüchterung durch Gewalt verbietet sich von selbst in einer aufgeklärten, zivilisierten Gesellschaft. Wir hätten uns gewünscht, dass Prof. Patzelt beispielsweise den Ängsten vieler Geflüchteter in Sachsen vor den „besorgten Bürgern“ mehr Aufmerksamkeit schenkt. Die Antwort auf ignorierte Angst darf aber nie sein, nun selbst Angst und Schrecken zu verbreiten. Allein dass praktisch alle in diesem Fall sofort davon ausgehen, dass es wohl ein politisch motivierter Anschlag war, ist ein Alarmsignal an unsere Gesellschaft in Sachsen und Aufruf, der allgegenwärtigen Eskalation durch Vernunft entgegenzutreten.

Quelle: Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag

1 Kommentar

  • Werner J. Patzelt

    Sehr geehrter Herr Gebhardt, Ihre Fraktion oder Partei hätte mich seit 2015, ja auch bereits davor, jederzeit zu einer Veranstaltung über Geflüchtete und ihre Ängste einzuladen brauchen - un d ich hätte dann sehr ausführlich und sachgerecht über das alles gesprochen, was Sie nun bedauernd vermissen. Nur gab es nach Aussagen meinerseits darüber keine Nachfrage, und zwar auch nicht seitens ihrer Fraktion, Partei und Anhängerschaft. Es möge sich deshalb niemand, der mir für das Thema "Geflüchtete" eine Bühne hätte bieten können, darüber beschweren, dass ich nicht von einer solchen Bühne aus über Geflüchtete und über ihre Sorgen gesprochen habe. Im Übrigen bin ich mehrfach an anderen Stellen mit Vorstößen zur Verbesserung der Integration von Geflüchteten und zur Sicherung unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts hervorgetreten. - Beste Grüße, Werner J. Patzelt

    Werner J. Patzelt Donnerstag, 30. März 2017 14:09 Kommentar-Link

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