Polizeiliche Kriminalstatistik 2014 / Matthias Lammert: Zahl der Wohnungseinbrüche in Rheinland-Pfalz geht kaum zurück – keine Entwarnung

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(BJP) „Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist 2014 kaum gesunken. Zusätzlich gibt es große regionale Unterschiede. So gab es in der Westpfalz über elf Prozent mehr Einbrüche. Nicht überraschend, gibt es doch gerade im ländlichen Raum immer weniger Polizisten. Hier besteht Handlungsbedarf“, so der innenpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Matthias Lammert.

Der CDU-Landtagsabgeordnete reagiert damit auf die heute von Innenminister Lewentz vorgestellte Polizeiliche Kriminalstatistik 2014 (PKS). „Die Entwicklung der Kriminalität in Rheinland-Pfalz erfordert eine genaue Analyse, insbesondere auch unter langfristigen Aspekten und im Vergleich der Länder. Erst dieser Blickwinkel erschließt wesentliche Problemlagen und Handlungsfelder.Schon eine erste Durchsicht der PKS zeigt allerdings viele Bereiche, die Anlass zur Sorge geben. So ist die Zahl von versuchten Wohnungseinbrüchen 2014 sogar gestiegen. Die Aufklärungsquote dagegen ist um fast zwei Prozent gesunken. Hier kann es also keine Entwarnung geben. Auch gab es deutlich mehr Raubüberfälle in Wohnungen, hier liegt der Anstieg bei über elf Prozent. Die Zahl der Fahrrad-Diebstähle ist um fast 14 Prozent gestiegen, Taschendiebstähle haben um neun Prozent zugenommen – beides Bereiche, die für das Sicherheitsgefühl der Bürger wichtig sind. Diese Beispiele zeigen, wie wichtig eine sichtbare Polizeipräsenz und kurze Wege für die Polizei sind. Die jahrelangen von der Landesregierung zu verantwortenden Einschnitte bei der Polizeistärke machen sich hier unmittelbar negativ bemerkbar.

Interessant: Die Zahl der Anzeigen von Wohnungseinbrüchen ist 2014 deutlich gestiegen. Ein Hinweis darauf, dass sich – wie der Minister heute selbst einräumte – dieser Anstieg dann zeitverzögert in der PKS 2015 niederschlagen wird.Rheinland-Pfalz ist zudem das letzte Bundesland, das die Kriminalstatistik vorlegt, obwohl die Zahlen bereits seit Wochen vorliegen. Soll dies als Legitimation dienen, 2015 die Statistik dann ebenfalls erst im April vorzustellen, um vor der Landtagswahl im März keine schlechten Zahlen zu präsentieren?Wir werden die offenen Fragen am kommenden Donnerstag im Innenausschuss thematisieren.“

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