Rauschgiftfahnder sprengen internationalen Drogenring / Luxuslimousinen, Bargeld und Rauschgift sichergestellt; 17 Personen festgenommen

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Rauschgiftfahnder sprengen internationalen Drogenring / Luxuslimousinen, Bargeld und Rauschgift sichergestellt; 17 Personen festgenommen pixabay.com
(BJP) Nach mehr als einem Jahr umfangreicher Ermittlungen, die im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hannover - Zentralstelle für Betäubungsmittelstrafsachen - durchgeführt wurden, gelang Fahndern der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift des Landeskriminalamts Niedersachsen und des Zollfahndungsamts Hannover im Zeitraum vom 2. bis 4. Februar 2016 erneut ein empfindlicher Schlag gegen den internationalen Rauschgifthandel.

Mehr als 200 Einsatzkräfte, bestehend aus Spezialeinheiten des Landeskriminalamts Niedersachsen, des Zollfahndungsamts Hannover, des Zollkriminalamts Köln und Beamten der Polizeidirektion Hannover, der Zentralen Polizeidirektion sowie der Bundesländer Sachsen-Anhalt, Hamburg und Schleswig-Holstein, waren an dem Einsatz beteiligt. Nahezu zeitgleich wurden 30 Durchsuchungsobjekte im Bundesgebiet, unter anderem in Hannover, Halle an der Saale, Hamburg und im Bereich Rendsburg (Schleswig-Holstein), durchsucht.

Gegen die Hauptverdächtigen, einen 36-jährigen Spanier und einen 39-jährigen Staatsangehörigen aus dem ehemaligen Jugoslawien, bestanden bereits Haftbefehle des Amtsgerichts Hannover wegen Einfuhrschmuggels großer Mengen Kokain. Beide Haftbefehle konnten im Bereich Hannover vollstreckt werden.

Ein weiterer Tatverdächtiger, der ebenfalls dem Kreis der Haupttäter zugerechnet wird, wurde kurz vor Einsatzbeginn festgenommen. Im Rahmen einer zufälligen Verkehrskontrolle der bayerischen Polizei auf der Autobahn 7 im Bereich Schweinfurt (Unterfranken) wurden im Fahrzeug des 35-jährigen Tatverdächtigen türkischer Herkunft circa ein Kilogramm Amphetamin und ein halbes Kilogramm Kokain aufgefunden.

Die Durchsuchungen der Wohnungen und anderen Objekte führten insgesamt zur Beschlagnahme von zwei Kilogramm Kokain, neun Kilogramm Marihuana, einem Kilogram Amphetamin, mehr als 75.000 Euro Bargeld sowie fünf teilweise hochwertigen Luxuslimousinen (zum Beispiel Porsche Panamera, Mercedes 350 CLS). Weitere elf Personen wurden vorläufig festgenommen.

Neben den aufgrund bestehender Haftbefehle festgenommenen Tatverdächtigen in Hannover wurden der 35-jährige Drogenkurier türkischer Herkunft und ein 31-jähriger Deutscher aus Hannover den zuständigen Ermittlungsrichtern vorgeführt. Daraufhin ergingen auch gegen diese beiden Personen Haftbefehle.

Die Ermittlungen gegen die international agierende Tätergruppierung führten bereits in den Jahren 2014 und 2015 zu umfangreichen Beschlagnahmen, wie 116 Kilogramm Kokain, rund 15 Kilogramm Marihuana und fünf Kilogramm Amphetamin. Grundlage der erfolgreichen Aufgriffe war eine enge internationale Zusammenarbeit mit den Polizei- und Zollbehörden in Litauen, den Niederlanden, Belgien, Tschechien und Südamerika.

Aufgrund der umfangreichen und engen Zusammenarbeit mit den entsprechenden Polizeibehörden konnten Rauschgiftermittler der Polizeiinspektion Ost der Polizeidirektion Hannover bereits am 13. Januar 2016 drei Rauschgiftkuriere westafrikanischer Herkunft im Alter von 30 bis 36 Jahren im Bereich der Vahrenwalder Straße in Hannover nach der Einfuhr von 15 Kilogramm Marihuana festnehmen. Bei der Durchsuchung einer Garage in diesem Zusammenhang staunten die Polizeibeamten nicht schlecht: In mehreren Behältnissen wurden 275.000 Euro in bar und Restmengen Kokain aufgefunden. Auch diese Funde werden von der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift der jetzt zerschlagenen Täterorganisation zugeordnet.

Gegenwärtig kann davon ausgegangen werden, dass die Tätergruppierung durch die Einfuhren und den Handel mit Betäubungsmitteln insgesamt Umsätze in Millionenhöhe erwirtschaftete. Allein das sichergestellte Kokain hat einen Schwarzmarktwert von mehr als vier Millionen Euro. Den Angehörigen der Tätergruppierung wird die Einfuhr großer Mengen Kokain und Marihuana über die Niederlande und Belgien bis nach Deutschland vorgeworfen, wodurch ein schwunghafter Handel betrieben werden konnte.

Quelle: zoll.de

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