Kriminalstatistik 2016: Hohe Aufklärungsquote erfreulich – Gewalt gegen Flüchtlinge inakzeptabel – Erstmals seit Jahren weniger Wohnungseinbrüche

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Kriminalstatistik 2016: Hohe Aufklärungsquote erfreulich – Gewalt gegen Flüchtlinge inakzeptabel – Erstmals seit Jahren weniger Wohnungseinbrüche Jürgen Frömmrich - gruene-hessen.de
(BJP) Die GRÜNEN im Landtag sind froh, dass die Polizeiliche Kriminalstatistik 2016 das hohe Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger in Hessen bestätigt. Dass die Menschen sich sicher fühlen, hatte erst kürzlich eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hessischen Rundfunks ergeben. „Das Gefühl trügt nicht: Die Straßenkriminalität ist erneut gesunken, die Aufklärungsquote erneut gestiegen. Hessen ist ein sicheres Land. Der Dank hierfür gebührt in erster Linie unseren gut ausgebildeten und engagierten Polizistinnen und Polizisten sowie der Justiz“, erklärt Jürgen Frömmrich, innenpolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. „Dass 2016 knapp 9.000 Straftaten mehr als im Jahr zuvor verzeichnet wurden, ist unerfreulich, geht aber überwiegend auf kleinere Rechtsverstöße zurück. Hessen liegt bei der Kriminalitätsbelastung pro 100.000 Einwohner im Vergleich der Bundesländer mit Bayern und Baden Württemberg weiterhin in der Spitzengruppe der sichersten Bundesländer (PKS des Bundes 2015).“

„Leider ist die Zahl der rechtsradikalen Straftaten um 133 auf 840 Fälle angestiegen. Zwar ist die Zahl im Bundesvergleich noch sehr niedrig, über die Hälfte sind Propagandadelikte und nur ein kleiner Teil Gewalttaten. Besonders perfide aber ist es, dass die Zahl der Straftaten gegen Menschen, die bei uns Schutz vor Verfolgung suchen, gestiegen ist. Das zeigt, wie schnell aus rechter Hetze und Propaganda reale Gewalt wird.“ Daher sei es gut, dass das Land zur Bekämpfung des Extremismus allein dieses Jahr wieder rund vier Millionen Euro bereit stelle. „Gewaltbereite Rechtsextremisten müssen die volle Härte des Rechtsstaats zu spüren bekommen. Eine andere Sprache verstehen sie offensichtlich nicht“, so Frömmrich.

Erfreulich sei, dass erstmals seit Jahren die Zahl der Wohnungseinbrüche sinkt: „2016 hatten wir zehn Prozent weniger Einbrüche als im Vorjahr. Darüber hinaus ist die Zahl der Wohnungseinbrüche, die im Versuch stecken geblieben sind, so hoch wie nie. Unsere Bemühungen tragen offenbar Früchte“, erklärt Frömmrich. „Dennoch: Jeder Wohnungseinbruch ist einer zu viel, denn für die Opfer dieser Taten ist die psychische Belastungen groß. Wir werden unsere Bemühungen daher fortsetzen. Es wurden 8.000 kriminalpolizeiliche Beratungen durchgeführt, damit Bürger ihre Wohnobjekte besser sichern. Zudem haben wir im Haushalt dafür gesorgt, dass es bis 2020 mehr als 1.000 zusätzliche Polizisten in Hessen gibt.  Daneben ist Hessen der Länderkooperation zur Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität, an der noch Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mitwirken, beigetreten. Nicht zuletzt von unserer eigenen Prognosesoftware ‚KLB-operativ‘, die bestimmte, sich oft wiederholende Einbruchsmuster erkennen und damit die Polizeiarbeit erleichtern soll, versprechen wir uns viel.“

Quelle: gruene-hessen.de/landtag

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