Messerattacken steigen auch in Bremen / CDU-Fraktion fordert Statistik für Messerangriffe

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Messerattacken steigen auch in Bremen / CDU-Fraktion fordert Statistik für Messerangriffe Wilhelm Hinners - cdu-bremen.de
(BJP) In einigen Bundesländern ist die Zahl der Messerattacken in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Auch in Bremen haben Angriffe mit Messern zugenommen. Von 2014 auf 2016 stiegen in Bremen die  Straftaten unter Einsatz von Stichwaffen um mehr als 18 Prozent (2014: 294, 2016: 349 zu Anzeige gebrachte Straftaten). In Bremerhaven verdoppelten sich die Zahlen im gleichen Zeitraum sogar fast (2014: 74, 2016: 139).  Die Zahlen gehen aus einer Antwort des Senats in der Fragestunde der Bürgerschaft im August 2017 hervor. In der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) werden sie dagegen – anders als Schusswaffen – nicht separat erfasst. Der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Wilhelm Hinners, fordert deshalb: „Innensenator Ulrich Mäurer muss sicherstellen, dass Messerangriffe künftig als eigene Kategorie in der PKS ausgewiesen werden. Diese differenzierte Betrachtungsweise ist wichtig, um zu kontrollieren, ob sich der Anstieg von Messerattacken verfestigt und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen. Alles andere wäre fahrlässig.“ Die Christdemokraten haben einen entsprechenden mündlichen Bericht für die nächste Innendeputation angefordert.

Hinners verweist auf mehrere gefährliche und sogar tödliche Messerangriffe in Bremen in den vergangenen Monaten. Erst vorletzte Woche war ein Mann vom Landgericht verurteilt worden, der im Mai vergangenen Jahres an der Waterfront mit einem Messer zugestochen hatte. Vor wenigen Monaten war zudem ein Mann im Viertel bei einer Messerstecherei tödlich verletzt worden, im Februar ereigneten sich an nur einem Wochenende Messerangriffe in Hemelingen und der Neustadt. „Zunehmend entwickeln sich aus harmlosen Streitereien Messerattacken. Gerade das macht es so gefährlich – auch für die Einsatzkräfte. Der Innensenator muss seinen Fokus zusätzlich auf die Schutzausrüstung der Polizistinnen und Polizisten legen, damit diese auch bei plötzlichen Attacken geschützt sind“, macht Hinners deutlich. Wenn es belastbare Zahlen gebe, könne zudem auch bei der Ausbildung junger Polizisten ein Schwerpunkt auf Messerangriffe gelegt werden. „Ich halte auch den Ausbau der Prävention und Aufklärungsarbeit für sinnvoll. Viele junge Täter sind sich nicht bewusst, welche schlimmen Verletzungen der Einsatz von Messern nach sich ziehen kann“, sagt der innenpolitische Sprecher abschließend.

Quelle: CDU Bürgerschaftsfraktion Bremen

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