Anschläge in Ägypten / Abscheuliche Taten scharf verurteilt

Artikel bewerten
(1 Stimme)
Anschläge in Ägypten / Abscheuliche Taten scharf verurteilt Steffen Seibert - Bundesregierung - Denzel Jesco
(BJP) Deutschland verurteilt die blutigen Taten auf Kirchen in Ägypten auf das Schärfste. "Die Bundesregierung ist entsetzt", sagte Regierungssprecher Seibert. Wir alle seien vereint im Kampf gegen derlei perfiden Terrorismus. Der Kampf müsse allerdings die Verhältnismäßigkeit der Mittel wahren. Die Bundesregierung ist entsetzt über die Terroranschläge gegen Kirchen, in denen koptische Christen den Palmsonntag feierten. "Das sind abscheuliche Taten", so Regierungssprecher Steffen Seibert in der Regierungspressekonferenz am Montag. Kanzlerin Merkel habe dem ägyptischen Präsidenten Al-Sisi bereits am Sonntag ihre tiefe Anteilnahme übermittelt. Als die Anschläge am Palmsonntag verübt wurden, feierten christliche Gläubige in Tanta und Alexandria Gottesdienste in Vorfreude auf das bevorstehende Osterfest.

"Wir trauern mit den koptischen Gemeinden, wir trauern mit allen Ägyptern um die Toten und wir wünschen den Verletzten Kraft und Genesung", bekräftigte Seibert.

Vereint im Kampf gegen Terrorismus

"Das sind abscheuliche Taten, zu denen sich der sogenannte Islamische Staat bekannt hat", betonte Regierungssprecher Steffen Seibert. Das größtenteils friedliche Zusammenleben von Muslimen und Christen müsse unbedingt bewahrt werden. Die Minderheit der Kopten brauche nicht nur den Schutz der Sicherheitskräfte, sondern auch die Solidarität und Mitmenschlichkeit der muslimischen Mehrheit.

Steffen Seibert sagte deutlich: "Im Schulterschluss mit Ägypten verurteilt die Bundesregierung den islamistischen Terror, dessen Ziel es ist, das friedliche Miteinander der Religionen in Ägypten zu zerstören." Das dürfe man nicht zulassen. Wir alle seien vereint im Kampf gegen derlei perfiden Terrorismus. Der Kampf müsse allerdings die Verhältnismäßigkeit der Mittel wahren.

Regierungssprecher Seibert erinnerte auch an den letzten Besuch der Kanzlerin in Ägypten. Im vergangenen März hatte Merkel zusammen mit dem koptischen Papst Tawadros II die Kirche in Kairo besucht, auf die im Dezember 2016 ein blutiger Anschlag verübt worden war.

Informationen für Reisende

Angesichts der Ereignisse der letzten Tage in Ägypten hat das Auswärtige Amt die Reise- und Sicherheitshinweise für deutsche Staatsangehörige angepasst. Das Auswärtige Amt empfiehlt deutschen Staatsangehörigen, ganz grundsätzlich Reise- und Sicherheitshinweise zu beachten. Es handele sich um ein Informationsangebot, das kontinuierlich aktualisiert werde, so der Sprecher des Auswärtigen Amts, Martin Schäfer.

Quelle: bundesregierung.de

Schreibe einen Kommentar

Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum o. g. Artikel. Beachten Sie, dass wir unseriöse Kommentare, Beleidigungen, Werbung, etc. nicht freischalten. Das Team vom BundesJustizPortal distanziert sich öffentlich und rechtlich von allen publizierten Pressemeldungen und Kommentaren. Es spiegelt nicht die Meinung der Redaktion.